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35 Jahre Taschen by Michaela Cordes | 5. Juni 2015 | Personalities

Kunst, Architektur, Fotografie und immer auch ein bisschen Sex. Was ursprünglich mit einer Passion für Comics begann, verwandelte Benedikt Taschen mit viel Mut und Bauchgefühl in den heute erfolgreichsten Verlag für spektakuläre Bildbände.

Etwas versteckt hinter dem berühmten Mulholland Drive, mit Blick über die Universal Studios, wohnt der Herr der Bücher: Benedikt Taschen. Wir stehen im Garten inmitten sattgrün gepflegter Wildnis. Über uns schwebt die wohl schickste bewohnbare Untertasse, das achteckige von John Lautner gebaute Chemosphere House. Nebenan wohnt der Maler David Hockney, ein Freund, mit dem Taschen gerade ein neues Projekt plant. Unter uns fliegt ein Adler ins Tal. Taschen ist gerade von einem Kurztrip aus Berlin zurück. Seit 15 Jahren hat er in Kalifornien seinen Zweitwohnsitz: „Hier in L.A. habe ich mich gleich vom ersten Moment an wohlgefühlt.“

Kein Wunder. Der Mann ist mittlerweile selbst ein Stück Hollywood. Von vielen bewundert, unendlich oft kopiert, aber niemals erreicht, gilt sein TASCHEN Verlag heute mit jährlich 20 Millionen verkauften Büchern als globales Phänomen. Über 1.000 Titel hat der gebürtige Kölner in den letzten 35 Jahren veröffentlicht. In den von Philippe Starck designten TASCHEN Stores verkauft er seine Werke von London, Paris, Mailand und New York bis nach Los Angeles. Was ihn so außergewöhnlich macht? „Sein einzigartiges Verlagsprogramm, das ‚High and Low‘ vermischt, Kunst, Sex und populäre Kultur aufmischt, sucht seinesgleichen. Benedikt ist einer der wichtigsten ‚Tastemaker‘ unserer Epoche. Er hat den Geschmack unserer Zeit und den Kunstmarkt stark geprägt“, so beschreibt ihn sein Freund, der Auktionator und Kunstkenner Simon de Pury gegenüber GG. „Menschlich ist er ebenso facettenreich wie sein Verlagshaus. Sein Humor, seine Nonchalance, seine Kreativität, sein entwickelter Sinn für Freundschaft und Loyalität machen aus ihm eine der faszinierendsten Persönlichkeiten in der Kunst- und Kulturszene.“ Und auch Marc Newson, der Superstar-Designer, der gerade für das neue Annie-­Leibovitz-Buch einen Bookstand entwarf, schwärmt auf Anfrage von GG: „Ich bewundere seine Kenntnis, seine unglaubliche Freundschaft und Loyalität, aber ganz besonders schätze ich seinen brillanten und frechen Sinn für Humor!“ Taschens Angebot ist genauso bunt wie seine Persönlichkeit selbst: Architektur, Design, Fashion, Fotografie und natürlich Sex! Dass sein Buch über die Architektin Zaha Hadid mit der gleichen Leidenschaft und Detailtreue entsteht wie „Big Butts in 3D“, ist für Taschen selbstverständlich.

„Sein Interessenreichtum, seine unglaubliche Freundschaft und Loyalität. Aber vor allem sein brillanter und frecher Sinn für Humor!“ Marc Newson auf die Frage, was Benedikt Taschen so einzigartig macht

12 Uhr mittags. Wir sitzen vor seinem Homeoffice in der Sonne. Benedikt Taschen lebt hier mit seiner dritten Frau Lauren (sie war Mit­gründerin der Art Basel Miami Beach und verantwortlich für das Event­programm und Sponsoring). Taschens jüngster Sohn Balthazar (2) hält Mittagsschlaf, der 5-jährige Laszlo darf auf Papas Schoß sitzen und malen.

Ihre Leidenschaft für Gedrucktes begann schon als kleiner Junge. Erinnern Sie sich noch an das erste Buch, das eine große Wirkung auf Sie hatte? Ich glaube, das waren die Bücher von Jules Verne, die habe ich mit sieben Jahren gelesen. Bei uns zu Hause gab es immer viele Bücher, es war für mich normal, von Büchern umgeben aufzuwachsen, und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich lese jeden Tag ein paar Stunden Zeitungen und Bücher, aber alles gedruckt, nichts auf dem Computer.

Wie muss man sich Ihre Kindheit vorstellen? Was haben Ihre Eltern gemacht? Beide waren Ärzte, mein Vater Internist und meine Mutter praktische Ärztin. Ich bin das jüngste von fünf Kindern. Meine älteste Schwester ist 16 Jahre älter. Ich bin mit drei Schwestern und einem Bruder groß geworden.

Es gibt die Geschichte, dass Sie schon als Kind Sinn fürs Geldverdienen hatten und sich in den Sommerferien in Holland am Strand unter den Holzweg legten und warteten, bis das Wechselgeld vom Eisstand herunterfiel. Später als Teenager gründeten Sie eine Art Mailorder-Firma und handelten mit Comics? Ich habe sehr früh mein eigenes Geld verdient. Wenn ich in der Schule war, kam der Geldbriefträger. Damals musste man noch alles per Nachnahme schicken oder per Postscheckkonto bezahlen.

Was sagten Ihre Eltern zu Ihren frühen Businessaktivitäten? Meine ganze Familie, aber vor allem meine Eltern haben mich von klein auf in vielerlei Hinsicht unterstützt, auch finanziell. Ich fühlte mich geliebt und wusste, dass meine Familie Vertrauen in mich hatte, egal was ich machte. Das bedeutete mir sehr viel und war für mich ein unschätzbarer Vorteil. Ich hatte riesiges Glück und alles, was ich brauchte. Ich fühlte mich sicher, inspiriert, und war mir selbst überlassen. Niemand machte mir Vorschriften, was ich tun oder wann ich zu Hause sein sollte. Ich wuchs frei und glücklich heran und wurde schon sehr jung gleichberechtigt wie ein Erwachsener behandelt.

Woher kam Ihre große Leidenschaft für Comics? Ich war vielleicht zehn Jahre alt und interessierte mich hauptsächlich für Mickey-Mouse-Hefte. Und genau die beflügelten meine Fantasie, also begann ich sie zu sammeln. Ich kaufte alte Hefte und besuchte zwei- bis dreimal pro Tag An- und Verkaufsläden in Köln. Damals war mir nicht klar, dass das auch andere interessieren könnte. Viel später habe ich dann entdeckt, dass es einen Sammlermarkt gab und sich viele Menschen mit den Comics die Träume ihrer verlorenen Kindheit zurückkaufen wollten.

„Einer der wichtigsten ‚Tastemaker‘ unserer Epoche. Menschlich so facettenreich wie sein Verlagsprogramm.“ Simon de Pury

Wie haben Sie bemerkt, dass auch andere Interesse an den Heften hatten? Als ich 1976 den ersten Comic-Preiskatalog in die Hände bekam. Da begriff ich, dass ich mit meiner Passion nicht allein auf der Welt war. Auf meinen Touren durch die Läden kaufte ich nun auch Dubletten und Hefte, für die sich andere interessierten. Ich begann, Preislisten mit meinen Comics an Sammler zu verschicken, die bestellten dann per Post oder riefen mich an. Das lief ganz prima, täglich kamen Bestellungen rein, für 30 D-Mark, für ein paar hundert Mark, manchmal auch mehr. Den Versandhandel aus dem Keller meines Elternhauses habe ich einige Jahre lang betrieben, und nachdem ich mit knapp 18 das Abitur bestanden hatte, eröffnete ich meinen ersten Laden.

Als Abiturient? Das Abitur zu machen war die einzige Vorgabe meiner Eltern. In meinem Laden verkaufte ich weiterhin die alten Sammlerstücke, aber auch neue Bücher, Magazine und Hefte aus der ganzen Welt. 1980 bin ich zum ersten Mal nach Kalifornien gereist und habe dort ein paar Händler und Verlage besucht. Den ganzen importierten Krempel habe ich anschließend in Deutschland verkauft.

Hatten Sie damals schon die Vision, selbst Verleger zu werden? Das hat sich anfangs mehr zufällig ergeben. Die Geschäfte liefen gut und wir brauchten immer Nachschub. Wir kauften von Verlagen und Vertrieben aus den verschiedensten Ländern und lernten schnell, was gut lief und was nicht. Neben Comics verkauften wir Restposten und Überbestände von Kunst-, Film- und Fotobüchern, die von den Verlagen aus den USA, England und Frankreich nicht mehr zum normalen Preis abgesetzt werden konnten. Der sogenannte „Game Changer“­ war für mich eine Monografie über den belgischen Maler René Magritte: In den USA erwarben wir 40.000 Exemplare zu einem Dollar und verkauften sie blitzschnell für 9,95 DM pro Stück. Ein surrealer Erfolg sozusagen. Den Vertrieb an andere Buchhandlungen, in Deutschland und auch international, organisierte damals mein Mitstreiter Ludwig Könemann, ein ebenso brillanter wie verrückter junger Mann, ohne den die Firma in den Anfangsjahren nicht denkbar gewesen wäre.

Der große Durchbruch gelang Ihnen 1999 mit dem größten und teuersten Buch des 20. Jahrhunderts, dem überdimensionalen SUMO-Buch über das Werk des Fotografen Helmut Newton, das sämtliche Rekorde brach. Viel mehr als nur ein Buch veröffentlichten Sie erstmals ein limitiertes Kunstobjekt. Newton war ein Meilenstein für den Verlag und für mich persönlich. Das Ganze war eine abenteuerliche Idee: Die Nummer 00001 des SUMO-Buchs, signiert von über 100 der Porträtierten, wurde 1999 für 630.000 DM versteigert und war damit das teuerste Buch, das im 20. Jahrhundert verlegt wurde. Wieder einmal hatte ich riesiges Glück und alles fügte sich so zusammen, wie es besser nicht hätte laufen können. Das Buch wurde ein phänomenaler Erfolg und ist seit vielen Jahren ausverkauft. Originalverpackte Exemplare werden heute für das 10- bis 15-Fache des Ausgabepreises von 3.000 DM/1.500 US-Dollar verkauft. Und obendrein gewann ich in Helmut Newton einen ganz großartigen Freund, der mir bis zu seinem plötzlichen Tod 2004 sehr nahestand.

„Er ist sehr populär in Los Angeles. Alle Künstler wollen ihn kennenlernen!“ Billy Wilder über Taschen (Okt. 2000)

Wie kamen Sie auf diese revolutionäre Idee? Ich lernte Helmut ­Newton Ende der 1980er-Jahre in Berlin kennen. Er war einer meiner großen Helden und ich fragte mich: Was könnte ich ihm vor­schlagen, wie könnte ich sein Interesse an einer Zusammenarbeit erwecken? Etwas ganz Neues musste her, und so kam ich auf die Idee des überdimensionalen SUMO-Buchs. Das hat ihn begeistert, und abenteuerlustig wie er war, hat er zugestimmt. Zwischendurch wurde er wieder unsicher, denn er war damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Für ihn war das ein großes Risiko. Aber schließlich nahm alles eine glückliche Fügung und das Buch sah aus, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Wie lange haben Sie am Newton-Buch gearbeitet? Zwei oder drei Jahre hat es gedauert, bis die ersten Exemplare fertig waren.

Durch Ihr erstes SUMO-Buch konnten Sie Preise aufrufen, die zuvor im Buchhandel undenkbar gewesen wären. Nach dem sensatio­nellen Erfolg des SUMO-Buchs trauten wir uns, weitere außerordentlich aufwendig produzierte und dementsprechend teure Bücher zu verlegen. So befanden wir uns auf einmal in der ungewöhnlichen, aber erfreulichen Lage, gleichzeitig Bücher in Riesenauflagen zu zehn Euro wie auch Sammlerausgaben von nur 1.000 Exemplaren für sehr viel mehr Geld erfolgreich zu verlegen. Wir wollen allen Menschen ermöglichen, die Bücher zu kaufen, die sie interessieren – ganz unabhängig von ihrem Vermögen.

Sie sind mit Ihrem Verlag fast zu einem Sprachrohr, einer Plattform für Künstler geworden. Kreative Menschen brauchen ein Umfeld, in dem sie sich verstanden, gut aufgehoben fühlen und sich in Gesellschaft anderer Künstler befinden, die sie wertschätzen. Das ist die Heimat, die TASCHEN seinen Künstlern bieten kann.

Ihr Bauchgefühl – das Geheimnis Ihres Erfolgs? (lacht) Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Wenn uns etwas relevant und einzigartig erscheint, versuchen wir immer, das Beste daraus zu machen. Das kann neben Mainstream-Themen genauso auch etwas Marginales sein. In jedem Fall behandeln wir alle Inhalte, denen wir uns widmen, mit der gleichen Sorgfalt und Passion, ganz unabhängig davon, ob es sich dabei um Leonardo da Vincis gesammelte Werke, Tiki-Kultur oder um den Fußfetischisten Elmer Batters handelt. Was uns nicht interessiert, verlegen wir auch nicht – selbst wenn es kommerziell äußerst lukrativ sein könnte. Das TASCHEN Programm ist ein persönliches Spiegelbild der oft recht idealistischen Visionen seiner Herausgeber und mir. Alles in allem ein recht anachronistisches Programm.

Sie haben das Coffeetable-Buch zu einem begehrten Lifestyle-Objekt gemacht. Eine Art Kunstsammlung, die man mit nach Hause nehmen kann. Wie schauen Sie auf die, die versuchen, es Ihnen nachzumachen? Was andere machen oder nachmachen ist deren Sache. Wir haben genug mit unserer eigenen Arbeit zu tun und vor allem beschäftigt uns ein zentrales Thema: Wie können wir unsere loyalen TASCHEN Leser inspiriert und bei der Stange halten – und vor allem nicht langweilen? Viele unserer Kunden sind mit uns aufgewachsen, sind uns seit zehn, 20 oder 30 Jahren treu, häufig bereits in der zweiten Generation. TASCHEN Kunden, die als Jugendliche ihre ersten Kunstbücher für ein paar Dollar von uns kauften, haben im Laufe der Jahre Bibliotheken von Hunderten (oder manchmal auch über tausend) unserer Bücher angesammelt. Wir bekommen jeden Tag Dutzende E-Mails und Briefe aus der ganzen Welt von Lesern, die sich über unsere Bücher freuen und ganz neue Welten für sich entdecken. Das ist die maßgebliche Resonanz für unsere Arbeit.
Denken Sie darüber nach, dass Sie sich irgendwann auch auf die digitalisierte Welt umstellen müssen? Oder widerstrebt das Ihrer Philosophie? Sofern wir eine haben! (lacht) E-Books sind nicht unsere Welt.
Vom Comic-Händler zum Weltmarktführer von Bildbänden – was treibt Sie heute noch an? Was inspiriert Sie? Gute Frage! Ich bin neugierig wie ein kleiner Junge und das hat mir den Spaß an der täglichen Arbeit erhalten. Was vor allem daran liegt, dass ich mit Menschen zusammenarbeite, von denen ich aus den unterschiedlichsten Gründen viel halte. Thematisch bleibt es interessant und wird nie langweilig, weil die Bandbreite so groß ist. Und dazu habe ich das große Privileg und Glück, mit den weltweit herausragenden Talenten in ihren jeweiligen Bereichen arbeiten zu können.
Sie haben mit Billy Wilder, Helmut Newton, Muhammad Ali, Mick Jagger, Paul McCartney, Dennis Hopper, Jeff Koons, Kippenberger, Valentino, Starck, Ando, Salgado, Leibovitz u. s. w. gearbeitet. Kommen die alle zu Ihnen? Well, somebody has to do the job. Ja, die meisten kommen auf uns zu, aber genauso läuft das umgekehrt. Und wenn wir eine gemeinsame Basis finden, dann sind wir im Geschäft.
In den US-Medien beschreibt man Sie wegen Ihrer Sex-Titel gern als den erfolgreichen „Bad Guy“ der Verlagswelt – muss man polarisieren, um weltweit wahrgenommen zu werden? Keine Ahnung, Provokation interessiert mich nicht.
Was eventuell nicht so bekannt ist – Sie sind fünffacher Vater. Ist eines Ihrer drei erwachsenen Kinder aus Ihrer ersten Ehe schon in Ihrem Unternehmen tätig? Meine älteste Tochter Marlene leitet unser Büro in Mailand. Charlotte ist Schauspielerin und arbeitet, wenn sie Zeit hat, für TASCHEN in Los Angeles. Bene berät mich in Fotografiefragen und macht erfolgreiche Pop-up-Ausstellungen mit seiner Hardhitta-Galerie. Laszlo und Balthazar und meine Enkeltochter Aurelia haben sowieso alles unter Kontrolle, sozusagen the next generation, derzeit aktiv in Kindergärten.
Eine Ihrer größten Leidenschaften gilt L.A. –warum? Als ich 1980 nach L.A. kam, habe ich mich gleich pudelwohl gefühlt. Vieles kam mir vertraut vor, teils dank meiner damaligen Lieblingsautoren wie Chandler, Steinbeck und Bukowski, aber auch durch Disney-Comics, TV-Serien, Filme und natürlich Musik, Pop- und Alltagskultur. Dazu kam, dass die Amerikaner mit ihrer kindlichen Neugier sehr offen und willkommenheißend auf mich zugingen. Ich lernte schnell Menschen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten kennen und sie behandelten mich mit einer Leichtigkeit und Offenheit, die ich so aus Deutschland nicht kannte.
Als ich einigen Freunden erzählte, dass ich Sie treffen werde, war immer die erste Frage: Kann man denn mit Büchern heute noch Geld verdienen? (lacht) Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Aber man fühlt sich schon manchmal wie ein Silent-Movie-Produzent. Das ist ja etwas sehr Anachronistisches mit den Büchern. Im Prinzip kann man damit schon Geld verdienen, gerade wenn man schon ein paar Rubel und vor allem viel Glück hat. Zumindest sind wir jetzt seit 35 Jahren im Geschäft und im Moment noch recht lebendig, so eine Art „big fish in a small pond“. Knock on wood!, würde mein guter Freund Simon de Pury sagen. Dafür danke ich unseren treuen TASCHEN Fans auf der ganzen Welt! MC

IssueGG Magazine 03/15
City/CountryLos Angeles/ U.S.
PhotographyMark Seelen