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The Game Changers by Uta Abendroth | 5. Januar 2016 | Personalities

Wenn die Millionen verdient, der Ruhm geerntet und das Luxusleben gelebt ist, geschehen die erstaunlichsten Metamorphosen. Da schafft eine Milliardärin Krankheiten ab oder ein Hollywoodstar rettet vom Aussterben bedrohte Tiere. Fünf beeindruckende Persönlichkeiten, die verstanden haben, dass wahrer Reichtum bedeutet, die eigene Berühmtheit zu nutzen, um unsere Welt ein bisschen besser zu machen.


 

Melinda Gates

Bill & Melinda Gates Foundation, gegründet 2000

Sie ist Informatikerin wie ihr Mann, als sie sich bei Microsoft begegnen und 1994 heiraten. Ein Zeitungsartikel über tödliche Krankheiten in Afrika inspiriert die dreifache Mutter, die größte private Stiftung der Welt zu gründen. Mit 1.382 Mitarbeitern und einem Stiftungskapital von 41,3 Milliarden Dollar kämpfen die Gates’ seit 2008 gemeinsam gegen Welthunger und für mehr Gesundheit. 2010 gründen sie mit Warren Buffet „The Giving Pledge“ und überzeugen weitere 137 Milliardäre, die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Mit vier Milliarden Dollar pro Jahr will die laut „Forbes“ drittmächtigste Frau der Welt Krankheiten wie zum Beispiel Polio bis 2008 auslöschen.


Bob Geldof

Band Aid Charity Fund, gegründet 1984

Der Vorreiter. Eine Fernsehreportage über Äthiopien war Auslöser für den Hit, der 1984 mit 11,7 Millionen verkauften Singles im Guinnessbuch der Rekorde landete. Der Ex-Frontmann der Boomtown Rats mobilisierte 47 Kollegen, „Band Aid“ zu gründen, um für das hungernde Afrika zu singen. „Do they know it’s Christmas“ rührte sogar die Queen, die Geldof zum Ritter schlug. Seit 2002 macht der irische Aktivist mit U2-Frontmann Bono und der Kampagnenorganisation ONE auf Dritte-Welt-Probleme aufmerksam.


Christy Turlington

Every Mother Counts, gegründet 2010

Die Amerikanerin, die zur ersten Generation der Supermodels gehört, engagiert sich seit der Geburt ihrer Tochter Grace für werdende Mütter. Laut ihrer Foundation sterben jedes Jahr 289.000 Frauen an den Folgen von komplizierten Schwangerschaften und Geburten. Wie Christy auf diesen Notstand aufmerksam macht? Sie joggt gegen die Not. Ein Halbmarathon entspricht in etwa der Distanz, die werdende Mütter in einigen Teilen der Welt zu Fuß zurücklegen müssen, um ärztliche Hilfe für die Geburt zu bekommen.


Jeff Koons

Koons Family Institute, gegründet 1994

Er ist der Superstar unter den lebenden Künstlern, der Kitsch in Kunst verzaubert. Weniger bekannt ist, dass Koons Vater von sieben Kindern ist. Und dass ein Sorgerechtsstreit um sein erstes Kind von Exfrau Ilona Staller, genannt „Cicciolina“, ein Trauma in ihm auslöste. Die schmerzhafte Trennung von Ludwig, der von seiner Mutter heimlich aus den USA nach Italien gebracht wurde, inspirierte die Gründung seiner Stiftung, die weltweit hilft, vermisste Kinder aufzuspüren und vor sexuellem Missbrauch zu schützen.


Michael J. Fox

Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research, gegründet 2000

Sieben Jahre lang hielt der Schauspieler seine Krankheit geheim. Er war gerade 30, die 100. Folge seiner TV-Serie „Spin City“ abgedreht, da stellte er sich öffentlich seinem Schicksal. Die „New York Times“ nennt seine Stiftung die „weltweit glaubwürdigste Stimme der Parkinsonforschung“. Heute gilt sie dazu als der größte gemeinnützige Entwickler von Medizin gegen die Krankheit weltweit. Und Michael? Der arbeitet weiter, erst als Parkinsonkranker in der „Michael J. Fox Show“, heute in Emmy-nominierten Rollen.

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