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Philharmonisch … by Uta Abendroth | 4. März 2016 | Prime Properties

Rundherum der Blick auf die Elbe, die Schiffe, den zweitgrößten Containerhafen Europas – so eindrucksvoll kann man jetzt in Hamburg wohnen. In der Elbphilharmonie, dem neuen Wahrzeichen der Stadt. In 15 Etagen des Bauwerks der Architekten Herzog & de Meuron stehen die zurzeit spektakulärsten Apartments der Stadt zum Verkauf. Eins davon hat Kate Hume eingerichtet.

Niemals zuvor, das kann man ohne Übertreibung behaupten, gab es in Hamburg eine solche Immobilie. In der Elbphilharmonie begegnen sich die Geschichte und die Zukunft der Stadt. Von den Apartments im Westen der HafenCity hat man einen Blick über die Containerterminals bis in die Lüneburger Heide, über die sich dahinschlängelnde Elbe, die gesamte City und – weiter oben – bis zur Alster. Das neue Wahrzeichen Hamburgs ist absolut spektakulär: Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron haben die Außenmauern des Kaispeichers A in ihren Entwurf miteinbezogen. Der Backsteinbau steht in exponierter Lage auf einem Höft zwischen Sandtor- und Grasbrookhafen, er wurde ursprünglich 1875 errichtet. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem späteren Abriss des ersten Gebäudes entstand an gleicher Stelle 1963 der zweite Kaispeicher A – und darauf erhebt sich nun der Neubau.

„Ich habe mir die Farben Hamburgs genau an-geschaut und sie hier in die Wohnung integriert.“ Kate Hume

Die Fassade setzt sich aus einzelnen Glaselementen zusammen, von denen viele sanft geschwungen sind. Zum Sonnenschutz und aus ästhetischen Gründen ist jede der rund 2.200 Scheiben mit einem individuellen Raster bedampft. Nach Aussage der Architekten soll so der Eindruck eines Kristalls entstehen, der den Himmel, das Wasser und die Stadt immer wieder anders reflektiert. Die Verbindung zwischen dem roten Backsteinbau und dem gläsernen Neubau mit Konzertsälen in der Mitte des Objekts sowie dem Hotel „The Westin Hamburg“ im östlichen Teil bildet die sogenannte Plaza, eine vollverglaste Besucherplattform mit einer Fläche von 4.000 Quadratmetern, die über eine Rolltreppe zu erreichen ist. In der Westspitze, wo sich 44 Wohnungen über die Etagen 11 bis 26 erstrecken, sind die Bewohner von den öffentlich zugänglichen Bereichen separiert und es erschließt sich eine ganz eigene Welt, die bei 50 Metern über dem Meeresspiegel beginnt und bei 110 Metern endet – damit ist die Elbphilharmonie das höchste bewohnbare Gebäude in Hamburg. Für die Innenarchitektur der zwischen 120 und rund 400 Quadratmeter großen Apartments zeichnet Antonio Citterio verantwortlich, der in Hamburg längst kein Unbekannter mehr ist. Der Mailänder hat schon mehrfach am Hafenrand sowie in der HafenCity gebaut. Seine Formensprache ist elegant, sein Design zeitlos.

Und so setzt Citterio auch beim Interior der Elbphilharmonie-Wohnungen auf stilvolles Understatement und optische Zurückhaltung. Der Boden beispielsweise ist mit Eiche ausgelegt, die Bäder sind aus verschiedenfarbigen Natursteinen. Kate Hume hat das größte der Apartments, das im 18. Stock liegt, eingerichtet. Die gebürtige Britin unterhält ein Designstudio in Amsterdam. Sie hat sich weltweit einen Namen gemacht mit Inneneinrichtungen, die entspannten Minimalismus mit expressiven Details in Einklang bringen. Ihr erster Eindruck der Elbphilharmonie: „Das Panorama dominiert alles. Aber ich wollte der Aussicht nicht das Interior unterordnen und nur irgendein weiteres beiges Ambiente kreieren“, sagt sie „Ich habe mir die Farben von Hamburg ganz genau angeguckt. Dabei springt vor allem das Grün der Dächer ins Auge und das Blau des Wassers. Diese Nuancen wollte ich unbedingt in die Wohnung bringen, das verbindet drinnen und draußen. Dazu, finde ich, passen Kobaltblau und Grau sehr gut.“

„Meine Inspiration? Es ist alles in meinem Kopf, ich spüre, was zu einem Ambiente passt.“ Kate Hume

Kate Hume hat ein feines Gespür für Farben und Texturen, da kommt ihr Modedesign-Background durch. Mit einem Abschluss des renommierten Londoner Central Saint Martins College of Art and Design war sie in den Achtzigerjahren u. a. als Stylistin im New Yorker Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman tätig. Sie selbst sagt, dass sie Häuser so einrichte, wie sie sich anziehe: Sie gehe sehr ins Detail und das gewisse Etwas liege schließlich im Mix. Eine gelungene Melange hat Hume nun auch in der Elbphilharmonie kreiert. Dem unaufgeregten Stil Citterios hat sie ihren kreativen Stempel aufgedrückt. „Am offenen Grundriss habe ich nichts verändert“, erklärt sie. „Lediglich die beweglichen Paneele haben wir in dem Bereich zwischen dem Entree und dem Esszimmer sowie zwischen dem Schlaf- und Ankleidezimmer eingebaut. So sieht man beim Eintreten nicht gleich alles, sondern kann ein bisschen mehr Privatheit in diesen großen Räumen erzielen.“ Außerdem hat sie an den teils über 30 Meter langen Fensterfronten Gardinen aufhängen lassen. „Es ist natürlich großartig, wenn man in der Küche an dem Arbeitsblock steht und all die Schiffe auf der Elbe sieht, das ist wie Fernsehgucken. Aber das will man ja auch nicht dauernd und die Vorhänge ermöglichen in geschlossenem Zustand ein bisschen mehr Behaglichkeit.“

„Der Ausblick ist überwältigend, und selbst hier oben spürt man die urbane Atmosphäre.“ Kate Hume

Die von Kate Hume eingerichtete Wohnung hat einen nahezu trapezförmigen Grundriss, der Ausblick geht nach Süden, Westen und Norden. Zentral, gefühlt mitten auf der Elbe, liegt die Küche, die durch zwei gläserne Schiebetüren jeweils vom Wohn- bzw. Essbereich abgeteilt werden kann. An die offene Küche angeschlossen sind eine kleinere Küche sowie ein Hauswirtschaftsraum, die man vom Flur gleich gegenüber dem Eingang betreten kann. Richtung Süden befindet sich neben dem Esszimmer ein Gäste­trakt mit einem Schlafzimmer und einem Bad. Das Wohnzimmer teilt sich in drei Bereiche. Ein blau-violetter Teppich bildet eine Art Wohninsel für zwei große geschwungene ­Sofas, im äußersten Nord-West-Eck der Wohnung steht ein Arbeitsplatz und dem gegenüber sind zwei bequeme Sessel zum TV-Gucken platziert. Aus diesem eher öffentlichen Teil der Wohnung führt ein durch eine Tür abgegrenzter Flur in den komplett nach Norden ausgerichteten Trakt mit Master-Bedroom, Ankleide- und Badezimmer, begehbarem Kleiderschrank sowie einem Fitnessraum mit Sauna – stets hat man von hier das alte Hamburger Wahrzeichen, den Michel, im Blick.

Selbstverständlich gehört hochmoderne Technik zur Regelung von Klima, Temperatur und Licht ebenso zur Ausstattung wie „integrierte“ Balkone: Die Loggien, deren extravagante Brüstungen nicht von ungefähr an Stimmgabeln erinnern, erlauben es, vollkommen unbeobachtet draußen zu sitzen. Die an den Außenrändern gemusterten Glasscheiben schützen ebenso vor Licht wie vor Wind. Und sie rahmen die Ausblicke gleichermaßen ein. „Von hier oben“, so Kate Hume, „mit den Lichtern der Stadt und dem regen Treiben im Hafen, erschließt sich die großartige urbane Atmosphäre Hamburgs.“ UA

Kontakt:

Hamburg (DE) E+V Hamburg Immobilien GmbH, Lizenzpartner der Engel & Völkers Residential GmbH
TEL. +49 40 36 09 96 90 E-MAIL: hamburg.projekte@engelvoelkers.com

IssueGG Magazine 02/16
City/CountryHamburg / Germany
PhotographyNina Struve
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