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Filmreif vor den Toren Marbellas by Uta Abendroth | 7. Juni 2019 | Prime Properties

Eine Zen-artige Atmosphäre umgibt das Anwesen El Ciprés in La Zagaleta. Die von Tobal Arquitectos entworfene Villa schmiegt sich in dem einzigartigen Naturreservat bei Marbella in die hügelige Landschaft. Die Bauweise vereint lokale Traditionen mit eleganter Modernität und höchstem Komfort. Spektakulär ist der Ausblick aufs Mittelmeer und die Meerenge von Gibraltar.

„Häuser müssen zeitlos sein. Das spiegelt sich im Look und Feel der Architektur sowie der Innenarchitektur wider.“ Diego Tobal

Der Planung von „El Ciprés“ lagen diverse stilistische und praktische Überlegungen zugrunde. So sollte sich das Haus beispielsweise in eher öffentliche und eher private Bereiche teilen. Das wird unter anderem dadurch erreicht, dass es sich nicht um einen geschlossenen Baukörper handelt, sondern um eine Aneinanderreihung einzelner Pavillons. Die können unabhängig voneinander genutzt werden. Sind viele Menschen auf einmal in „El Ciprés“, fließt alles ineinander; sind zu einem bestimmten Zeitpunkt nur wenige Bewohner vor Ort, werden einige Bereiche nicht genutzt. Die weißen Steinwände sind typisch für andalusische Häuser, sie finden sich innen wie draußen. Imposant ist die Küche mit ihrer extrem hohen Decke. Vom Schlafzimmer aus blickt man in die Natur.

El Ciprés“ liegt in der rund 900 Hektar großen privaten Wohnanlage „Club de Campo la Zagaleta“. Nur rund 15 Minuten von Marbella entfernt schmiegen sich exklusive Villen in die Hügel der Bergkette von Ronda, wo Rehe, Hirsche und Mufflons beheimatet sind. Die Lage garantiert absolute Ruhe und Privatsphäre. Gleichzeitig gibt es vor Ort zahlreiche Einrichtungen wie etwa zwei Golfplätze und ein Clubhaus mit Restaurant, Bar, Billard- und Partysaal, die ausschließlich den Bewohnern, Mitgliedern und Gästen von La Zagaleta offenstehen. Wer in „El Ciprés“ entspannen möchte, der kann das direkt am oder im Haus tun: Zum Wellnessbereich gehören Sauna und Dampfbad, ein Fitness- und Massageraum sowie ein Indoor-Pool. Der Außenpool ist 20 Meter lang.

„Die Villa nimmt die Landschaft in sich auf und fügt sich gleichzeitig diskret in sie ein.“ Diego Tobal

Nichts, wirklich nichts ist in diesem Haus dem Zufall überlassen worden. Jedes noch so kleine Detail haben die Architekten bedacht, um „El Ciprés“ nicht nur optisch grandios dastehen zu lassen, sondern den Bewohnern alle nur denkbaren Annehmlichkeiten zu bieten. Dabei kam dem spanischen Studio Tobal Arquitectos aus Marbella etwas zugute: Die 2017 erbaute Villa war nicht das erste Gebäude, das sie hier in einem über 8.000 Quadratmeter großen Garten errichtet haben, mitten im einzigartigen Naturreservat von La Zagaleta, dem exklusivsten Country Club Europas. Sie kannten das hügelige Terrain, wussten um die Möglichkeiten, das grandiose Panorama in die Architektur miteinzubeziehen, und setzten alles daran, den Bau gleichzeitig diskret und so natürlich wie möglich in die Landschaft zu integrieren. „La Zagaleta ist ein sehr intimer und entspannter Ort“, sagt Diego Tobal. „Unser Ziel war es, ein Haus zu schaffen, das diesen Aspekt reflektiert und sogar erweitert.“

Die Villa liegt auf einem leicht abfallenden Hügel mit einem unvergleichlichen Blick auf das Mittelmeer im Süden und einen dichten mediterranen Wald im Osten. Sie setzt sich aus einer Reihe von Pavillons zusammen, die alle miteinander verbunden sind. Abhängig von der jeweiligen Anzahl an Personen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Haus aufhalten, lassen sich die Gebäudeteile einzeln oder als Ganzes nutzen. Fragt man den Architekten, was er an seinem Entwurf besonders schätzt, so erklärt er: „Ich mag vor allem den Ablauf, wie man sich durch das Haus bewegt.Das ist sehr kinematografisch: angefangen mit der langen Auffahrt hinunter zum Haus, dann der landschaftlich reizvolle Eingang mit den Wasserspielen, umrahmt von großen Eichen. Was folgt, ist die Eingangshalle, die das Meer optisch ins Haus holt. Links und rechts führt sie zu den beiden  wichtigsten sozialen Bereichen: dem Wohnzimmer und der Wohnküche mit ihren hohen Decken und der herrlichen Aussicht – ich könnte hier immer noch mehr aufzählen, alles ist auf dieses szenische Erleben ausgerichtet.“

Die Planer von Tobal Arquitectos haben einen sehr zeitgemäßen Designansatz mit traditionellen Elementen kombiniert, etwa einem andalusischen Steildach mit Terrakottaschindeln. Die verbinden das Haus mit seiner Umgebung und verleihen ihm seinen besonderen Charakter. Auch die weißen Steinmauern, die als eher rustikales Stilmittel innerhalb und außerhalb des Hauses vorkommen, sind landestypisch – sie wirken so charmant wie solide. Sie bilden aber auch einen interessanten Kontrast zu den überdimensionalen dunkelgrauen Platten aus fossilem Stein. Im Inneren wurden in zahlreichen Räumen Eiche und andere Harthölzer für die Böden und Decken verwendet.

Diego Tobal erklärt den Einsatz damit, dass diese Materialien das außergewöhnliche Raumerlebnis milderten und für eine gute Akustik sorgten. Er sagt: „Unsere Häuser streben immer danach, gemütlich und entspannt zu sein. Dabei spielen Materialien eine wichtige Rolle. Jeder Winkel wurde sorgfältig gestaltet, um das räumliche und sensorische Erlebnis zu kombinieren, mit verschiedenen Deckenhöhen und inneren Dachformen, die unterschiedliche Eindrücke und Stimmungen schaffen: kraftvoll und belebend in den sozialen Bereichen oder intim und entspannt in den privaten Räumen.“ In den beiden größten Pavillons befinden sich das Wohnzimmer mit einem riesigen Kamin und die Wohnküche mit einer großen Kochinsel (zusätzlich gibt es eine zweite Küche mit separatem Eingang). Die Decken sind in beiden Fällen höher als in den übrigen Teilen des Hauses. Die raumhohen Fenster vermitteln nicht nur ein einzigartiges Raumgefühl und lassen das Licht hereinströmen, sie geben zugleich den Blick über Marbella auf die Küste und das Meer frei. Die Verwendung verschiedener Grautöne in diesen Bereichen, so Diego Tobal, sei nicht nur der Wunsch nach einem zeitgenössischen Look, sondern ein pragmatischer Trick: „Grau hilft dabei, die Reflexion der Sonne zu kontrollieren, was im Süden manchmal ein Problem ist.“ Um diesen Effekt zusätzlich einzudämmen, sind spezielle Vordächer in Form schattenspendender Lamellen über den Terrassen angebracht.   

„Das Haus spielt mit verschiedenen Grautönen, die ihm einen zeitgenössischen Charakter verleihen.“ Diego Tobal   

In der Etage genau unterhalb der öffentlichen Räume befindet sich ein Wellnessbereich, der keine Wünsche offen lässt. Neben einem Pool gehören dazu ein Dampfbad, eine Sauna, ein Tauchbecken, ein Massageraum und eine Saftbar. Auf der gleichen Ebene gibt es ein Kino, ein Spielzimmer, einen Weinkeller und einen Fitnessraum. Die eher privaten Räume befinden sich in den kleineren Pavillons, die ebenfalls zweistöckig sind, jedoch weniger hohe Decken haben. Zusätzlich zur luxuriösen Master-Suite wurden weitere fünf geräumige Schlafzimmer mit Bädern en suite eingerichtet sowie ein Gästeapartment mit zwei weiteren Schlafzimmern, ebenfalls en suite, und einer Küchenzeile. Darüber hinaus gibt es eine Personalwohnung mit weiteren En-suite-Schlafzimmern. Die Kreativen haben das Refugium bei Marbella als Ganzes geplant, von der Architektur über das Innendesign bis zur Anlage der Gärten und der Gestaltung von Außenpool und Grillplatz.

Die Verbundenheit mit der umwerfenden Landschaft steht für Diego Tobal dabei im Fokus: „Das Haus spiegelt die Art und Weise wider, wie wir in einer Gegend leben, die mit vielen natürlichen Besonderheiten gesegnet ist: dem Meer, den sanften Hügeln, dem üppigen Grün, den verschiedenen Golfplätzen, die man sehen kann. Dem erhebenden Gefühl, das einen überkommt, wenn man sich hier oben aufhält – es sind viele verschiedene Aspekte, die unser Design beeinflusst haben.“ Für ihn sei wichtig gewesen, dass das Haus zeitgemäß ist, aber gleichzeitig soll man das Gefühl haben, es sei schon immer da gewesen und ein Teil der Umgebung. „Wir arbeiten stets nach dem Prinzip, dass ein Haus zeitlos sein muss, und das spiegelt sich im Look und Feel der Architektur und der dazugehörigen Innenarchitektur wider.“ Die Zusammenarbeit mit den Bauherren habe ihn inspiriert, mit „El Ciprés“ eine sehr besondere moderne Villa zu entwerfen, so Tobal: „Wir haben sorgfältig mit den Eigentümern zusammengearbeitet, um ein Haus zu schaffen, das nicht nur gut aussieht, sondern auch sehr praktisch ist und gut funktioniert. Außerdem hatten wir bei  dem Projekt gemeinsam viel Spaß.“

IssueGG Magazine 03/19
City/CountryMarbella, Spain
PhotographyJavier Callejas
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